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Die Losung von Heute

Noah fand Gnade vor dem HERRN.

1. Mose 6,8

Wie ihr nun angenommen habt den Herrn Christus Jesus, so lebt auch in ihm, verwurzelt und gegründet in ihm und fest im Glauben.

Kolosser 2,6-7

© Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine
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Evangelische Kirche Oberwambach 

eine Kirche durch die Jahrhunderte

Oberwambach – Evangelische Kirche

Die evangelischen Einwohner von Oberwambach und Umgebung bilden einen Teil der im Jahr 1561 zur Reformation übergegangenen Kirchengemeinde Almersbach. Bis 1842 fanden auch in Oberwambach Gottesdienste in einer Kapelle statt. 1847 musste diese wegen Baufälligkeit abgerissen werden. Der vergleichsweise weite Weg nach Almersbach hielt jedoch den Wunsch nach einer erneuten Einrichtung von Gottesdiensten im Gemeindeteil Oberwambach wach. Im April 1869 beschloss das Presbyterium der Gemeinde schließlich, die Arbeiten für den Neubau einer evangelischen Kirche in Oberwambach zu vergeben. Das Bauprojekt basierte auf den Plänen für die evangelische Kirche in Schöneberg, Kirchenkreis Altenkirchen, die 1865 nach einem Entwurf des Baumeisters Hermann Vogeler aus Paderborn fertig gestellt worden war. Abweichend vom Entwurf Vogelers für Schöneberg sollte der Glockenturm in Oberwambach allerdings vor die Westwand des Langhauses gestellt werden und die Ausführung des aufgehenden Mauerwerks in Eifeler Sandsteinen erfolgen. Die Ausführung der Bauarbeiten übernahm das Bauunternehmen  Wilhelm Dickel aus Nümbrecht. Stilistisch zeigte auch die 1871 eingeweihte Kirche in Oberwambach Formen des Rundbogenstils. Die östliche Schmalseite des fünfachsigen Langhauses schloss eine halbrunde Chorapsis ab. Der westlichen Schmalseite war ein dreigeschossiger Glockenturm vorgebaut. 1890 erhielt das steinsichtige Mauerwerk einen schützenden Verputz. Zwei Jahre später mussten die Fenster nach Sturmschäden ersetzt werden.

Bei der Aufstellung der Prinzipalstücke wich die Almersbacher Gemeinde deutlich von der Vorbildkirche in Schöneberg ab. Die halbrunde Chorapsis diente in Oberwambach ausschließlich zur Aufstellung des Altars. Die aus einem hölzernen Sakristeieinbau zugängliche Kanzel stand seitlich am Übergang vom Chor zum Langhaus. Gegenüber dem Sakristeieinbau standen vier Längsbänke mit den Presbyterplätzen. Das übrige Gemeindegestühl setzte sich aus Querbänken zusammen, die ein Mittelgang in zwei Blöcke teilte. Weitere Gemeindeplätze bot eine Querempore an der Turmseite. Hier fand auch die 1912 erworbene Orgel ihren Platz. Im Gegensatz zur gewölbten und um zwei Stufen erhöhten Chorapsis verfügte der längsrechteckige Kirchenraum lediglich über eine flache Holzbalkendecke.

1928 erhielt das Kirchengebäude eine Heizungsanlage, die in einem Anbau an der Nordseite der Chorapsis untergebracht wurde. Nach einer ersten provisorischen Beseitigung der Kriegsschäden vom März 1945 folgte 1956 eine umfangreiche Innenrenovierung der Kirche. Hierbei wurde unterhalb der vergrößerten Orgelempore ein Gemeinderaum in das Kirchengebäude integriert. Darüber hinaus erhielt der verkürzte Gottesdienstraum eine neue Ausstattung und Ausmalung. Hierbei fiel auch der Sakristeieinbau neben der Kanzel weg. 1968 wurden drei Glasfenster in den Chorraum eingesetzt (links: Paulus; in der Mitte: Christus; rechts: Johannes der Jünger), die sich zuvor in der Almersbacher Kirche befanden. Diese Fenster waren 1916 von der Familie Jagenberg für die Almersbacher Kirche gestiftet worden.

In den Jahren 1976 bis 1979 sowie im Jahr 2002 fanden die letzten umfangreichen Innen- und Außenrenovierungen statt. Im Oktober 1979 wurde die neue Orgel, die von der schwedischen Firma Künkel erbaut wurde, in Betrieb genommen.

 


Oberwambach –Evangelische Kirche erbaut 1870/71

Die evangelischen Bewohner der Ortsgemeinden Oberwambach und Gieleroth bilden einen Teil der im Jahr 1561 zur Reformation übergegangenen Kirchengemeinde Almersbach. Bis 1842 fanden auch in Oberwambach Gottesdienste in einer Kapelle statt, die in der heutigen Schulstr. (jetzt Haus Aschenbrenner) stand. 1847 wurde diese wegen Baufälligkeit abgerissen. Im April 1869 beschloss das Presbyterium der Gemeinde schließlich, die Arbeiten für den Neubau einer evangelischen Kirche in Oberwambach zu vergeben. Das Bauprojekt basierte auf den Plänen für die evangelische Kirche im benachbarten Schöneberg, die 1865 nach einem Entwurf des Baumeisters Hermann Vogeler aus Paderborn fertig gestellt worden war. Die Ausführung der Bauarbeiten übernahm das Bauunternehmen Wilhelm Dickel aus Nümbrecht. Am 18. Mai 1870 fand die Grundsteinlegung statt und am 25. Oktober 1871 wurde die Kirche in Dienst gestellt. Damit verfügte die Ev. Kirchengemeinde Almersbach wieder über zwei Kirchen. Stilistisch zeigt die Kirche Formen des Rundbogenstils. Die östliche Schmalseite des fünfachsigen Langhauses schließt eine halbrunde Chorapsis ab. Der westlichen Schmalseite ist ein dreigeschossiger Glockenturm vorgebaut. 1890 erhielt das steinsichtige Mauerwerk einen schützenden Verputz. Ursprünglich war die Kirche mit Querbänken ausgestattet, die ein Mittelgang in zwei Blöcke teilte. Gegenüber der Kanzel standen vier Längsbänke mit Presbyterplätzen. Weitere Gemeindeplätze bot eine Querempore an der Turmseite. Hier fand auch die 1912 erworbene Orgel ihren Platz. Im Gegensatz zur gewölbten und um zwei Stufen erhöhten Chorapsis verfügt der längsrechteckige Kirchenraum lediglich über eine flache Holzbalkendecke.

1928 erhielt das Kirchengebäude eine Heizungsanlage, die in einem Anbau an der Nordseite der Chorapsis untergebracht wurde. Bei dem verheerenden Bombenangriff auf Oberwambach am Palmsonntag, dem 25. März 1945, erlitt die Kirche einige Schäden – so zersprang eine der drei Glocken. Sie wurde am 1. November 1953 durch eine Stahlglocke ersetzt, die folgende Inschrift trägt: „ER ist unser Friede. FÜR DIE BEIM BOMBENANGRIFF AUF OBERWAMBACH AM 25.3.1945 ZERSTÖRTE GLOCKE RUFT MEINE STIMME DIE GEMEINDE ZUM HERRN, DER FRIEDEN SCHENKT IM STREIT DER WELT“. Die beiden anderen Bronzeglocken wurden 1968 ebenfalls durch Stahlglocken ersetzt, die auch vom Bochumer Verein gegossen wurden. Die Inschriften dieser Glocken lauten:  „ICH BIN DER WEG, DIE WAHRHEIT UND DAS LEBEN + Joh. 14.6 + 1968“ und  „WER AUS DER WAHRHEIT IST, DER HÖRET MEINE STIMME + Joh. 18.37 + 1968“. Bei der ersten umfangreichen Innenrenovierung nach dem 2. Weltkrieg 1956 wurde unterhalb der vergrößerten Orgelempore ein Gemeinderaum in das Kirchengebäude integriert. Im Dezember 1971 wurden die drei Glasfenster in der Chorapsis ausgetauscht.

Die jetzigen Fenster wurden 1915, also während des 1. Weltkrieges, von der Kunstglasmalerei L. Preckel in Köln für die Almersbacher Kirche hergestellt und waren von der  Familie Jagenberg gestiftet worden, denen die Papierfabrik in Almersbach gehörte. Das mittlere Fenster zeigt Jesus Christus als Friedensbringer, der auf dem Meer wandelt und seinen Jüngern zuruft: „Seid getrost, ich bin’s; fürchtet euch nicht!“ (Matt. 14,27). Links (von der Gemeinde aus gesehen) ist der Apostel Paulus mit dem Schwert des Glaubens und einem Buch abgebildet, die auf seinen Märtyrertod in Rom und seine Briefe im Neuen Testament hinweisen. Auf der rechten Seite ist der Evangelist und „Lieblingsjünger“ Johannes mit dem Abendmahlskelch in der Hand zu erkennen. Johannes ist der Schutzpatron der Papierfabrikanten. Bei den umfangreichen Renovierungsarbeiten von 1976 bis 1979 wurden die Bänke durch Stühle ersetzt und eine neue Orgel eingebaut (erbaut von der Firma Künkel, Lund). Im Zuge dieser Arbeiten wurden auch die Kanzel und der Altartisch ausgetauscht.

Die bislang letzte Innen- und Außenrenovierung der Kirche fand von Juni bis November 2002 statt und diente der Trockenlegung der feuchten Wände. Das Altarkreuz, die Kerzenständer auf dem Altartisch, der Osterkerzenständer, der Ambo sowie der Globusleuchter wurden alle von dem Presbyter Harald Bitzer aus Fluterschen hergestellt und der Gemeinde gestiftet. Die Antependien (Altardecken) aus der Schattenkreuzserie wurden zwischen 2003 und 2006 in der Paramentenwerkstatt Düsseldorf-Kaiserswerth hergestellt.

Weitere Informationen zu Almersbach finden Sie unter https://oberwambach.de

Die Ev. Kirche Oberwambach wurde 1870/1871 anstelle der wegen Baufälligkeit im Jahr 1847 abgerissenen Kapelle errichtet.

 

Ev. Kirche Oberwambach. Grundsteinlegung am 18. Mai 1870 – Indienststellung am 25. Oktober 1871.

 

Ev. Kirche Oberwambach. Bei der Innenrenovierung 1976 bis 1979 wurden die Kirchenbänke durch Stühle ersetzt.

 

Die drei Fenster in der Apsis der Evangelischen Kirche in Oberwambach wurden 1916 von der Kunstglasmalerei L. Preckel in Köln hergestellt und waren eine Stiftung der Familie Jagenberg für die Evangelische Kirche in Almersbach. Frau Klara Gauff-Jagenberg, Düsseldorf, stiftete das (von der Gemeinde aus gesehen) linke Fenster mit der Figur des Apostels Paulus, Herr Otto Jagenberg, Solingen, das mittlere Fenster mit der Figur des auf dem See Genezareth wandelnden Jesus Christus und Frau Maria Koch-Jagenberg, Zürich, das rechte Fenster, das den Apostel und Lieblingsjünger Johannes abbildet. Die Fenster wurden 1964 in Almersbach ausgebaut und im Dezember 1971 in Oberwambach eingesetzt.

 

1979 wurde die von der Firma Künkel in Lund (Schweden) gebaute Orgel in Dienst gestellt.

 

 

Das Altarkreuz und die beiden Kerzenleuchter wurden von Harald Bitzer hergestellt.

 

Der Globusleuchter wurde von Harald Bitzer hergestellt.

 

Ev. Kirche Oberwambach – eine helle, lichtdurchflutete Kirche, die sich besonders für Gottesdienste in anderer Gestalt eignet.

Gemeindehaus Oberwambach
Kirchstraße 14a
57614 Oberwambach

Kirche Oberwambach
Kirchstraße 14
57614 Oberwambach